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Erfolgreicher Start für „Studentenprojekt Friedenskirche“

Aus dem Gemeindeblatt Februar / März 2009

Am Reformationstag, dem 135. Geburtstag der Friedenskirche, wurde es offiziell verkündet: die Friedenskirche soll Kulturkirche werden. Hierzu soll sich das Profil der Veranstaltungen in der Friedenskirche neu ausrichten. Verein, Kirchenvorstand und große Teile der Gemeinde erhoffen hiervon die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Unterstützung der Gemeinde bei den Erhaltungskosten des Gebäudes.
Was aber verbirgt sich konkret hinter dem Begriff „Kulturkirche“? Wie soll die professionelle Ausrichtung der Arbeit aussehen? Und vor allem: lassen sich die erhofften Effekte für die Gemeinde tatsächlich erreichen ?
Bei der Beantwortung dieser Fragen soll ein Projekt der studentischen Unternehmensberatung helfen, das am 16.12.2008 gestartet wurde.
Diesmal wollen sieben Studierende der Betriebswirtschaft von der Berufsakademie Leipzig aus den Studienrichtungen Gebäudewirtschaft und Steuer-/Unternehmensberatung einen Blick auf die Zukunft der Friedenskirche richten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Matthias Henschel wollen sie erforschen, welche Stellung die Friedenskirche in der Kulturszene Leipzigs künftig einnehmen kann und welche Voraussetzungen hierzu erforderlich sind. Neben einer umfassenden Marktanalyse sind die bauliche Erhaltung, eine Optimierung der technisch-organisatorischen Voraussetzungen und die Erarbeitung eines Finanzkonzeptes zentrale Projektschwerpunkte. Damit wird eine wichtige Grundlage für erfolgreiches unternehmerisches Handeln gelegt und das Risiko eines Scheiterns deutlich vermindert. Die studentische Unternehmensberatung wird vom Förderverein der Berufsakademie getragen - auf Gemeinde und Verein Friedenskirche kommen keine Kosten zu.
In den letzten Jahren haben Matthias Henschel und die Studenten der Berufsakademie bereits andere Projekte erfolgreich betreut. Zu den Mandanten zählten u. a. das Forum Thomanum und der Förderverein Gohliser Schlösschen.
Bereits am Mittwoch, dem 25. Februar 2009 um 19.30 Uhr werden die Forschungsergebnisse im Gemeindehaus vorgestellt. Hierzu laden wir herzlich ein. Auf die Ergebnisse dürfen wir gespannt sein …
Jörg Kohlmann



Projektentwicklung Friedenskirche

Aus dem Gemeindeblatt Dezember 2007 / Januar 2008

Die weitere und zukünftige Nutzung der Friedenskirche ist immer wieder ein spannendes und teilweise auch kontroverses Thema. Der Grundsatz der Gemeindefusion, durch die Nutzung nur einer Kirche das Zusammenwachsen der Gemeinde zu fördern und zugleich die Möglichkeit zur Einsparung nicht nur bei Personalkosten, sondern auch im Bereich der Gebäude zu eröffnen, bleibt solange noch ziemlich abstrakt, wie keine geeignete langfristige und nachhaltige Nutzung der Friedenskirche gefunden ist. Der Kirchenvorstand hat deshalb einen Projektentwicklungsprozess angeregt, der bis zum 135. Kirchweihfest der Friedenskirche am 31. Oktober 2008 eine geeignete und umsetzbare Nutzungskonzeption für die Friedenskirche darstellen möchte. Kirchenvorstand, Verein Friedenskirche Leipzig-Gohlis e.V., Menschen aus der Gemeinde und darüber hinaus sollen für diesen Prozeß gewonnen werden, damit auch weiter und verstärkt Leben in der Friedenskirche mitten im Zentrum von Gohlis stattfindet. Es ist gelungen, für die Begleitung und Beratung dieses Prozesses Herrn Frank Elsässer zu gewinnen, der mit seinem Leipziger Büro „CivixX“ schon verschiedene Kommunikationsprozesse in Organisationen, Stadtteilen und Einrichtungen erfolgreich geleitet hat. Am markantesten dürfte wohl seine Koordination des Leipziger Agenda-21-Prozesses sein. Mit ihm gemeinsam werden Kirchenvorstand, Verein und Gemeindevertreter diesen Prozess initiieren, in der Hoffnung, dass er viele Menschen in der Gemeinde und im Stadtteil erreicht, interessiert, beteiligt und mit ihren eigenen Ideen und ihrem Engagement einbezieht. Sie werden also in Zukunft noch öfter davon hören und wir hoffen, dass Sie sich beteiligen. Michael Markert


Ausstellungseröffnung &
Gohliser Weihnachtsmarkt


Aus dem Gemeindeblatt Dezember 2007 / Januar 2008

Ausstellungseröffnung in der Friedenskirche am 1.12.:
In der Adventszeit wird in der Friedenskirche die Ausstellung „Auf dem Weg – zwischen Erde und Himmel“ mit Bildern und Holzfiguren von Wolfram Doerffel gezeigt.
Ausstellungseröffnung: 1. Dezember 2007, 15.30 Uhr
Die Besichtigung ist während der Adventszeit zu allen Veranstaltungen in der Friedenskirche möglich (oder nach Anfrage im Gemeindebüro Kirchplatz 9).

Gohliser Weihnachtsmarkt an der Friedenskirche am 8.12.:
An diesem Tag findet in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr vor der Friedenskirche – bei schlechtem Wetter in der Friedenskirche – unser Weihnachtsmarkt statt. Hierfür bitten wir noch um Kuchenspenden und Plätzchen für die zu erwartenden Gäste. Wer auf diese Weise helfen kann, melde sich bitte bei Petra Tschanter (Tel. 9 12 61 24) oder Klaus Wirth (Tel. 5 61 26 25).



Im Winter soll gearbeitet werden...

Aus dem Gemeindeblatt 12/04-1/05

Die Friedenskirche sucht zum Einbau einer Behindertentoilette: kostenlose Klempnerleistungen und Maurer- und Fliesenlegerleistungen, das Material wird finanziert. Bitte melden bei Klaus Wirth, Tel. 03 42 97 / 4 98 05.
Der Friedenskirche e.V. bietet: Dauerfreikarte für alle Veranstaltungen des Vereins.



Die Friedenskirche entwickelt sich

Von Renate Conrad
Aus dem Gemeindeblatt 10/11-2004


In der Zeit bis zur Saisoneröffnung 2005 möchten wir die Nutzungsmöglichkeiten der Friedenskirche als Veranstaltungsort erweitern. Am dringlichsten ist die Verbesserung der Sanitärsituation. Auch der Fußboden bedarf an einigen Stellen der Ausbesserung und Ergänzung. Um die notwendigen Materialien zu beschaffen und Firmen zu finden, die die Arbeiten ausführen, müssen viele Kontakte aufgebaut werden. Unter anderem suchen wir auch Menschen, die in der Kirche eine Fläche von ca. 10 m2 putzen und zwei Nischen zumauern können. Die bei dem Projekt der Umgestaltung des Kirchenvorplatzes gemachten Erfahrungen stimmen zuversichtlich- vielleicht können auch Sie uns zum Beispiel bei der Suche von Sachspenden unterstützen? Im Namen des Vorstandes dankt für jeden Tipp und jede Hilfe bei der Umsetzung der nächsten Schritte.


Plakate als Verbindungsmittel

von Martin Steinhäuser
Aus dem Gemeindeblatt 10/11-2004


Jedesmal, wenn wir im Friedenskirche e.V. ein Projekt mit Ausstellung und Konzert planen, und dann sogar schöne Plakate dafür gesponsert bekommen, passiert etwas Eigenartiges in der Vorbereitungsgruppe. Unter den vielen Aufgaben und Jobs, die dann zu vergeben sind, fällt einer immer aus der Rolle: Plakate in die Läden tragen. Dazu scheint niemand so recht Lust zu haben. Dabei ist das eines der wirksamsten Mittel! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das ein bisschen Überwindung kostet. Man weiß vorher nie genau, ob man nicht pampige Antworten kriegt („Ich bin doch keine Litfasssäule!”). Manchmal heißt es zwar „Ja, geb´n Se her, ich mach das dann”, aber kaum ist man wieder draußen, fliegt das Plakat in den Papierkorb. Aber viel öfter gibt es doch die andere Erfahrung: Interessierte Blicke, Nachfragen, Zustimmung. Einige Male wurde mir an den Reaktionen der Verkäufer deutlich, dass die Entwicklungen und Aktivitäten der Friedenskirche im Stadtteil viel genauer wahrgenommen werden, als man das vielleicht vermutet. Es kommt auch vor, dass die Leute spontan anfangen, ihre Geschichte mit dieser Kirche zu erzählen, während sie die nächsten drei Kunden bedienen - und man selbst wie auf Kohlen steht, weil man will ja weiter...
Am meisten bewegt es mich, wenn zwischen den Verkäufern und mir so eine unausgesprochene Solidarität entsteht: Wir sitzen letztlich im gleichen Boot. Alle versuchen, über die Runden zu kommen, und etwas zu bewegen. Es ist unser Stadtteil und unsere Kultur. Große Sprünge kann sich keiner leisten. Wir helfen uns gegenseitig, so gut es geht. Eine ehrliche Ansage und eine offene, begrenzte Bitte bewirken mehr, als man vielleicht erwartet. Fremde werden Verbündete. Solche Erfahrungen werden Ihnen geschenkt, wenn Sie mitmachen beim Plakat-Austeilen: „Guten Tag, ich bin N.N. von der Friedenskirche, ja, hier da unten die am Kirchplatz, und wir haben da ein Konzert auf die Beine gestellt. Ich wollte fragen, ob Sie so nett sein könnten, uns bei der Werbung zu unterstützen, für 10 Tage, ins
Fenster oder die Tür?...“


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